Inhalt
Digital oder Analog - Was ist besser?
Welche Kamera für Reisen?
Bilder sicher nach Hause bringen
Festplatten-Speichergeräte im Test
Autarke CD-Brenner im Test
Links zu Speichergeräten
Digitalbilder günstig auf Papier bringen

Digital oder analog - was ist besser?

Um es kurz zu sagen: Fotos mit Digitalkameras werden fast immer besser als mit Analoggeräten. Es ist zwar möglich, mit analogen Kameras Bilder in besserer Qualität zu erzielen, aber dann wird es richtig teuer. Statt der Entwicklung im Großlabor müssen Sie sündhaft teure Handabzüge machen lassen. Außerdem haben analoge Kameras nur bei Filmen mit niedriger Empfindlichkeit (bis höchstens ISO 100) einen theoretischen Vorteil. Schon ab ISO 200 ist das so genannte Filmkorn so groß, dass Details verloren gehen - während zumindest Spiegelreflex-Digitalkameras auch Bilder mit ISO 800 mit sehr wenig "krisseln" machen. Allenfalls für Dias empfehle ich eine analoge Kamera, weil die Belichtung von Digitalbildern auf Dias noch sehr teuer ist.

Ein großer Vorteil digitaler Kameras ist, dass man bereits unterwegs Kopien der Bilder machen kann und so ein Verlust durch Diebstahl oder Ausfall der Geräte nahezu ausgeschlossen werden kann. Mehr dazu weiter unten im Text. Auch die Sortierung nach dem Urlaub am Computer ist viel einfacher und schneller als mit Filmen oder Dias. Fotos lassen sich platzsparend und übersichtlich auf CD brennen und leicht weitergeben. Wer mehrere CDs brennt und bei Freunden lagert, muss auch keinen Verlust seiner Bilder befürchten, falls das Haus abbrennen oder die CDs bei einem Einbruch gestohlen werden sollten.

Welche Kamera für Reisen?

Das Angebot ist unübersichtlich und wirkt wie ein undurchdringlicher Dschungel - aber mit den folgenden, handfesten Kriterien können Sie sich Durchblick verschaffen:

Wie viele Megapixel? Stellen Sie sich Digitalfotos wie wie ein Mosaikbild vor: Wenn sie viele kleine Steinchen haben, können Sie Bilder mit viel mehr Details legen, als wenn sie wenig und große Steinchen benutzen. Insofern scheint es sinnvoll, wenn man viele kleine Steinchen (bzw. viele Megapixel) hat. Aber: Wenn Sie weit vom Mosaikbild entfernt sind, sehen Sie gar keinen Unterschied zwischen einem feinem und einem groben Bild. Übertragen auf Digitalbilder bedeutet das: Wenn Sie die Bilder am Bildschirm betrachten oder auf höchstens 20x30cm entwickeln lassen, reichen 3 Megapixel völlig aus. Fotos mit mehr Megapixeln haben zwar mehr Details, aber die sind bei den genannten Bildgrößen gar nicht erkennbar. Wenn Sie größere Abzüge wünschen und eine Kamera mit mehr Megapixeln kaufen möchten, müssen sie darauf achten, dass Ihre Wunschkamra eine gute Optik hat. Besonders ultrakompakte Kameras haben so kleine Linsen, dass diese viele Details schlucken und man letztendlich wenig von den vielen schönen Megapixeln hat. Ein guter Kompromiss ist z.B. die Canon A610 (oder A620); sie ist relativ klein und macht gute Bilder. Bei der Ixus-Serie von Canon ist die Bildqualität sichtbar schlechter - dafür sind die Kameras schön klein. Außerdem sollte man wissen, dass die elektronische Verarbeitung des Bildes in der Kamera eine bedeutende Rolle spielt; besonders Noname-Kameras von Lebensmittel-Discountern oder aus dem Fernseh-Shop versagen hier oft und produzieren keine guten Bilder. Hinzukommt, dass Kameras mit vielen Megapixeln oft ein Bild mit klitzekleinen Farbflecken erzeugen, dem so genannten Rauschen. Fujifilm hat einige Kameras, die in dieser Hinsicht etwas besser als die Konkurrenz sind. Wer noch weniger Bildrauschen haben will, muss sich eine digitale Spiegelreflexkamera kaufen; hier hat Canon bezüglich des Rauschens derzeit (September 2006) die besten Kameras. Mein Tipp: Kaufen Sie eine Kompaktkamera mit höchstens 6 Megapixeln. Wenn Sie Geld sparen wollen, sollten Sie lieber eine Markenkamera mit wenig statt eine Noname-Kamera mit vielen Megapixeln kaufen.

Auslöseverzögerung Einige Digitalkameras sind träge, wenn man den Auslöser drückt, kann durchaus eine halbe Sekunde vergehen, bis die Kamera wirklich fotografiert, und dann ist das Motiv vielleicht schon weg. Die Kamerahersteller konnten die so genannte Auslöseverzögerung in den letzten Jahren deutlich reduzieren, aber achten Sie beim Kauf troztdem darauf. Machen Sie im Laden ein paar Testbilder bei schwachem Licht, denn das ist eine besondere Herausforderung für die Fotoapparate. Eine besonders kurze Auslöseverzögerung haben Spiegelreflexkameras, sie eignen sich damit auch gut für die Sportfotografie. Allerdings sinkt auch bei ihnen die Fokussiergeschwindigkeit bei schwachem Licht sehr deutlich. Ein Aufsteck-Blitz mit Autofokus-Hilfslicht kann wahre Wunder wirken.

Rote Augen Rote Augen Je näher der Blitz am Objektiv ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für die sattsam bekannten „Kaninchen-Augen”. Das beste Mittel ist ein Aufsteckblitz, aber nur wenige Kameras haben den dazu erforderlichen Blitzschuh. Rote Augen kann man allerdings recht gut nachträglich am Computer reparieren.

Welcher Akkutyp? Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Energieversorgung: Das Mignon-Format (Auch "AA" oder "LR6") und Lithium-Ionen-Akku
Lithium-Ionen-Akku
Lithium-Ionen-Akkus. Das Mignon-Format bringt den Vorteil, dass man im Notfall Einweg-Batterien verwenden kann - aber oft nur theoretisch, denn die meisten Kameras funktionieren nur mit Akkus vernünftig. Das liegt daran, dass Batterien keine hohe Belastung vertragen. Man kann sich das ganze etwa so vorstellen: Eine Batterie ist wie ein Fahrradfahrer, der Ausdauer für 100km hat, aber nicht schnell fahren kann; er startet zwar mit 30km/h, aber seine Kraft lässt schon nach fünf Kilometern nach und schafft nur noch 20km/h. Ein Akku des Typs NiMh kann man mit einem Fahrradfahrer vergleichen, der zwar nur 95km weit kommt, aber diese durchgehend mit 40km/h fährt. Und ein NiCd-Akku ist wie ein Fahrradfahrer, der konstant 50km/h fahren kann, der aber nur 50km weit kommt. Damit eine Digitalkamera ordentlich funktioniert, muss ihr Akku - bildlich gesprochen - sie auf 30km/h bringen. Und das schafft eine Batterie nur für wenige Kilometer (respektive Bilder), dann ist sie zu schwach für die Kamera. Leer ist sie aber noch lange nicht, denn sie hat ja nur fünf Kilometer hinter sich und in einer Taschenlampe oder Fernbedienung hält sie deswegen noch lange. Berüchtigt sind ältere Kameras von Hewlett Packard, die mit Batterien schon nach drei oder vier Bildern schlapp machen. Eine positive Ausnahme ist die Canon A610, die mit Batterien immerhin 250 Bilder macht; das sind etwa halb so viele wie mit Akkus.

Akku-Trainer AT1
Akku-Trainer AT1
Ein großer Vorteil des Mignon-Formates ist, dass man passende Akkus fast überall bekommt - auch auf Radreisen. Außerdem sind sie universell: Viele Fahrradscheinwerfer, Radios und MP3-Player funktionieren mit Mignon-Akkus; bei geschicktem Einkaufen der Geräte muss man nur einen Akkutyp und nur ein Ladegerät in den Urlaub mitnehmen. Ihr Nachteil ist die hohe Selbstentladung - auch wenn man die Akkus nicht benutzt, entleeren sie sich langsam. Bereits in den ersten 48 Stunden nach der Ladung verlieren sie etwa 10%, einen Monat nach dem Aufladen können es leicht 30% sein. Eine Lösung des Problems könnten die neuen Eneloop-Akkus von Sanyo sein. Auf dieser Sonderseite berichte ich über meinen ausführlichen Test der neuen Akkus. Wenn Sie sich eine Kamera mit Mignon-Energieversorgung zulegen, sollten Sie unbedingt Akkus von Sanyo kaufen - Noname-Akkus sorgen schnell für Ärger und können einem den Urlaub vermiesen. Damit sie lange halten, muss man ein gutes Ladegerät verwenden. Ladegeräte mit Timer oder gar ohne Abschaltung überladen Akkus leicht, wodurch sie einen frühen Tod erleiden. Ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis findet man beim Akkutrainer AT-1, den man zum Beispiel bei Conrad Elektronik für rund 40 EUR bekommt. Ich habe dort das Komfort-Modell IPC-1 mit Display gekauft.

Lithium-Ionen-Akkus kennen fast keine Selbstentladung, man kann sie auch Monate nach dem Aufladen noch benutzen. Außerdem sind sie deutlich leichter als Mignon-Akkus und beim Kauf einer Kamera sind ein Akku und das Ladegerät gleich dabei. Ihr Nachteil ist, dass es keine Standardformate gibt. Sie können Kamera-Akkus also immer nur in der Kamera verwenden und man muss für jedes Gerät, dass mit diesen Akkus betrieben wird, ein eigenes Ladegerät mitnehmen. Ersatzakkus sind nicht so leicht zu bekommen wie Mignon-Akkus. Original-Akkus sind meist exorbitant teuer; man kann für einen einzigen Akku schnell 60 EUR ausgeben. Glücklicherweise gibt es für sehr viele Typen Nachbau-Akkus, die man bei Ebay für ein Zehntel des Originalpreises bekommt. Ich habe mit solchen Billig-Akkus sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie halten zwar nur 1-2 Jahre, während Original-Akkus 2-4 Jahre halten, aber angesichts des niedrigen Preises halte ich das für kein Problem - selbst wenn man jedes Jahr für 10 EUR Akkus kauft, treibt einem das nicht in den Ruin. Auch für mein Handy benutze ich solche Nachbau-Akkus. Mein Tipp: Achten Sie beim Kamerakauf unbedingt darauf, dass es Nachbau-Akkus gibt.

Fazit: Wer andere Geräte mit Mignon-Akkus hat, muss mit dem Kauf einer Mignon-betriebenen Kamera nur ein einziges Ladegerät mitnehmen und kann Akkus je nach Bedarf variabel verwenden. Mit Lithium-Ionen kann man hingegen besser einen längeren Zeitraum ohne Nachlademöglichkeit überbrücken, sodass man ohne Ladegerät in den Urlaub fahren kann, wenn man ausreichend viele Akkus mitnimmt.

SD-Karte
SD-Karte
Speicherkarte: Welchen Speicherkartentyp die gewünschte Kamera „frisst”, spielt letzendlich keine große Rolle. Preisgünstig sind Compact Flash- und Secure Digital-Karten, während der Memorystick (Sony-Kameras) und xD-Karten (Fujifilm und Olympus) sehr teuer sind. Der Vorteil, nur einen Kartentyp für unterschiedliche Geräte (z.B. einen MP3-Player oder PDA) zu haben, ist minimal, denn wenn man unterwegs beide Apparate benutzt, kommt ein universeller Einsatz der Karten kaum in Frage.

Sucher: Besonders Kameras mit einem starken Zoom haben meist keinen optischen Sucher, sondern einen zweiten (kleinen) Bildschirm. Solche Bildschirme sind bei schwachem Licht und bei Sonnenschein oft nicht gut erkennbar. Ein optischer Sucher ist nicht zu unterschätzen.

Größe der Kamera: Je kleiner die Optik, desto schwieriger wird es, aus ihr gute Bilder herauszuholen. Gerade bei den ultrakompakten Kameras muss man mit Abstrichen an der Bildqualität leben. „Normale” Kompaktkameras (z.B. bereits erwähnte Canon A610) hingegen erreichen eine Bildqualität, die schon in die Nähe derjenigen von Spiegelreflexkameras kommt, zumindest bei niedrigen Empfindlichkeiten.

Bilder sicher nach Hause bringen

Mit dem digitalen Fotografieren hat man endlich die Möglichkeit, absolut identische Kopien der „Negative” (also der Bilddateien) anzufertigen und an unterschiedlichen Orten aufzubewahren, sodass man keine Angst davor haben muss, sie durch Beschädigung oder Diebstahl für immer zu verlieren. Denken Sie daran: Es ist nicht die Frage, ob etwas passiert, sondern wann. Quasi als Nebenwirkung eröffnet dieses so genannte Backup einen preisgünstigen Weg zum Speichern großer Datenmengen im Urlaub.

Macally Syncbox
Macally Syncbox
Am einfachsten ist es, doppelt so viele Speicherkarten zu kaufen, wie man im Urlaub für Fotos braucht. Sobald eine Karte voll ist, kopiert man sie mit einem USB-Kopiergerät und zwei Kartenlesegeräten auf eine leere (gleich große) Karte. Empfehlenswert sind das 2copy2 und die baugleiche Syncbox von Macally, auch wenn beide langsam sind. Die USB Link Bridge von Typhoon ist nicht zu empfehlen, weil sie noch viel langsamer ist (1 GByte zu kopieren dauert etwa eine Stunde). Leider ist es teuer, viele Speicherkarten zu kaufen und man weiß vor dem Urlaub nie genau, wie viele man brauchen wird. Unabhängig davon ist es besser, mehrere relativ kleine Speicherkarten zu benutzen als eine große, denn wenn eine Karte ausfällt, sind nicht so viele Fotos verloren und man kann mit den verbleibenden Karten weiterfotografieren. Schon ab wenigen GByte preisgünstiger als eine große Menge von Speicherkarten sind Geräte, die autonom (also ohne Computer und Steckdose) Speicherkarten auf eine eingebaute Festplatte kopieren oder auf CD brennen.

Geräte mit Festplatte sind kompakt, speichern bis zu 120 GByte, sind oft sehr schnell und verbrauchen wenig Energie, sodass der Akku lange durchhält. Sie sind ab etwa 130 EUR (z.B. Giga One von Jobo mit 40 GByte) zu haben und verursachen keine Verbrauchskosten. Vorsicht ist im Internetcafé geboten, denn es besteht die Gefahr, dass Viren oder defekte Treiber die Daten löschen. Das gilt natürlich auch für die Benutzung von Speicherkarten an fremden Computern. Einfache Geräte besitzen lediglich eine Kopierfunktion, aber es gibt sie auch mit Display für die Bilder, TV-Anschluss, MP3-Wiedergabe usw. Zu Hause dienen solche Apparate als USB-Festplatte und meist auch als USB-Kartenleser. Für ein echtes Backup braucht man (mindestens) zwei Geräte, die in unterschiedlichen Taschen stecken sollten. Festplattenspeichergeräte werden oft auch Image-Tanks genannt, obwohl das eigentlich ein Markenname ist. Im englischen ist der Begriff „Portable Storage Device” (PSD) geläufig. Weiter unten auf dieser Seite stelle ich Ihnen einige Geräte vor.

CD-Brenner sind größer, die CDs brauchen viel Platz und mit einer Akkuladung kann man deutlich weniger Bilder kopieren als mit Festplatten-Speichergeräten. Dafür gibt es sie ab 80 EUR, man kann man schon im Urlaub Fotos auf CD weitergeben und gebrannte CDs gefahrlos im Internetcafé benutzen. Der größte Vorteil von Brennern ist aber, dass man mit nur einem Gerät beliebig viele Kopien der Speicherkarten machen kann. So kann man einen Satz ins Gepäck stecken und einen zweiten per Post nach Hause schicken. Wer besonders wichtige Bilder hat, lässt einen dritten CD-Satz bei einer Vertrauensperson. Viele Fotogeschäfte bieteten einen Brennservice, sodass man je nach Reiseland auf einen eigenen Brenner verzichten kann – der aber auf lange Sicht preisgünstiger ist als ein Brenndienst. Alternativ dazu kann man die Bilddateien in einem Internetcafé auf einen Server laden, was aber angesichts der oft großen Bilddateien und der meist geringen Hochladegeschindigkeit (nur das Herunterladen ist schnell) viel Geduld erfordert. Zu Hause dienen solche Apparate als USB-Brenner und als -Kartenleser. Weiter unten auf dieser Seite stelle ich Ihnen einige Brenner vor.

Den Akkubetrieb halte ich bei diesen Geräten für nicht so wichtig, denn irgendwann braucht man sowieso eine Steckdose, um Kamera-Akkus zu laden – und wenn bis dahin die Speicherkarten ausreichen, braucht man erst dann Brenner oder Festplatte. Mein Tipp: Kaufen Sie so viel Speicherkarten, dass sie etwas länger halten als die Kamera-Akkus. Als grober Anhaltspunkt: Bei Canon-Kameras knipst man mit einer Akku-Ladung etwa 1-4 GByte voll, je nachdem wie oft man die Kamera einschaltet, welche Speichergröße die Fotos haben und wie kalt es ist (Kälte senkt die Akkuleistung beträchtlich). Wie viele es bei Ihnen sind, müssen Sie selbst herausfinden. Wenn Sie lange Zeit ohne Lademöglichkeit unterwegs und damit auf Akkubetrieb angewiesen sind, sollten Sie unbedingt ein Speichergerät mit Li-Ionen-Akku kaufen, weil dieser Akkutyp eine sehr geringe Selbstentladung hat.

Fazit: Ein CD-Brenner (oder das Brennen in Fotogeschäften) ist für Alleinreisende sinnvoll, weil man mit nur einem Gerät beliebig viele Kopien anfertigen und diese an wirklich unterschiedlichen Orten (auch außerhalb des Gepäcks!) aufbewahren kann; der Versand von CDs per Post ist wegen des geringen materiellen Werts kein hohes Risiko. In einer Reisegruppe empfehle ich, dass zwei Reisende ein Festplattengerät kaufen, vielleicht eins davon mit einem Display. Gruppen, die wenig Fotos machen oder viel Geld haben, werden mit Speicherkarten samt USB-Kopiergerät glücklich: Klein, leicht und einfach zu bedienen.

Festplattenspeichergeräte im Test

Die schnellsten Portable Storage Devices sind das Nexto-CF und das PD70x. PD70X
PD70X
Beide brauchen für eine 1 GByte-Karte etwa 2-3 Minuten und sind ab etwa 250 EUR erhältlich. Nexto-CF
Nexto-CF
Das Nexto-CF liest nur Compact Flash-Karten (andere sind aber über Adapter möglich) und wird mit Li-Ionen-Akku und Ladegerät geliefert. Eine Akkuladung reicht für etwa 25 GByte, als Zubehör ist ein Akku mit der dreifachen Kapazität lieferbar. Die Verbindung zum Computer erfolgt wahlweise mit USB oder Firewire. Das PD70x hingegen liest diverse Kartentypen ohne Adapter, verfügt aber ausschließlich über USB. Im Lieferumfang sind vier Mignon-Akkus sowie ein Netzteil enthalten, dass auch zum Laden der Akkus geeignet ist. Mit einer Akkuladung kann man rund 50 GByte Daten übertragen. Wegen der hohen Selbstentladung von NiMh-Akkus ist dieser Wert aber nicht realistisch, wenn man den Apparat über einen längeren Zeitraum nur gelegentlich benutzt; Einweg-Batterien sind hier besser geeignet. Nicht empfehlen kann ich die DigiBank von Pretec, denn sie braucht lange 21 Minuten für eine 1 GByte große Compact Flash-Karte und der Akku macht nach dem Kopieren von etwas mehr als 2 GByte schlapp. Mit Memory Sticks sind die Werte noch schlechter.

Manche MP3-Player mit Festplatte haben einen Schacht für Speicherkarten oder einen USB-Anschluss für Speicherkartenlesegeräte bzw. Kameras; für den beliebten iPod gibt es entsprechende Adapter von Apple und Belkin. Solche Lösungen können Giga Vu Pro
Giga Vu Pro
durchaus interessant sein, allerdings sind sie manchmal umständlich zu bedienen (iRiver, Cowoon) oder langsam (Belkin). Eine genaue Prüfung, wie gut und schnell die Übertragung letztendlich klappt, ist daher wichtig. Jobo baut empfehlenswerte Geräte für den verwöhnten Anwender, zum Beispiel das Giga Vu Pro mit Display zum direkten Betrachten der Fotos (auch RAW-Fotos von Canon, Nikon und Kodak Pro) und der Möglichkeit, einen Fernseher anzuschließen, sich MPEG-Videos anzusehen oder MP3-Musik anzuhören. Eine 1 GByte-Karte kopiert der Apparat in etwa 12 Minuten auf die Festplatte, der Akku reicht zum Kopieren von etwa 20 GByte. Der Nachfolger, Giga Vu PRO evolution hat ein farbkalibriertes Display und kopiert erheblich schneller (wodurch der Akku mehr GByte schafft).

Autarke CD-Brenner im Test

Apacer CP80
Apacer CP80
Gute CD-Brenner macht Apacer. Schon das einfachste Modell, der Disc Steno CP80, beherrscht das so genannte Disc Spanning: Sind auf der Speicherkarte mehr Fotos als auf eine CD passen, verteilt der Brenner sie automatisch auf mehrere CDs. Das funktioniert auch mit einer vollen 4 GByte-Karte. Ebenfalls wichtig ist das Verify: Nach dem Brennen vergleicht der Apparat die Daten auf der CD mit denjenigen auf der Speicherkarte - eventuelle Brennfehler (und die kommen vor!) werden so erkannt, sodass man mit einer neuen CD von vorne beginnen kann. Da man in so einem Fall aber auch beim Disc Spannung ganz von vorne beginnen muss, empfehle ich, keine Speicherkarten mit mehr als 2 GByte zu benutzen.

Ich habe mir das nächstgrößere Modell gekauft, den CP200. Der wird mit Li-Ionen-Akku geliefert, der für das Beschreiben von drei CDs (also gut 2 GByte) inklusive Verify ausreicht. Er zeigt Fotos von Speicherkarte/CD und sogar Video-DVDs auf dem Fernseher an (eine kleine Fernbedienung gehört zum Lieferumfang). Der Apparat scheint in Bezug auf die Rohlinge etwas wählerisch zu sein. Ich hatte mit Sony-Rohlingen viel Ärger, Daniel & Pamela hingegen haben gerade mit Sony-Rohlingen beste Erfahrungen. Es hängt wohl auch vom Typ ab. Von den anderen Apacer-Brennern rate ich ab: Der CP300 brennt zusätzlich DVDs, die wegen der höheren Datendichte eine geringere Datensicherheit bieten als CDs. Außerdem hat er USB-Probleme, er wird an manchen Computern nicht erkannt. Allerdings reicht sein Akku für 9 Gbyte, wenn man DVDs brennt. Der CP330 ist ein abgespeckter CP300 (ohne Akku). Und der CP100 ist ein altes Modell, das kein Disc Spanning kennt. Alle Apacer-Brenner kann man per USB an den PC oder Mac anschließen, um sie sowohl als Kartenlesegerät als auch als Brenner zu benutzen.

Ein Tipp zum Einsatz von Brennern: Die CDs sollte man in einzelne Papierhüllen legen. Die Spindeln, in denen man leere CDs kauft, eignen sich nicht, weil die CDs bei der Rappelei auf der Straße aneinander reiben und verkratzen. Wichtig: Beim Brennen auf CD haben die Dateien später am Computer eine falsche Uhrzeit (das hängt mit der auf der CD gespeicherten Zeitzone zusammen). Mit dem kostenlosen Programm Exif Viewer lässt sich dieser Makel beheben. Oder Sie lesen die CD mit Windows 95/98 - das ignoriert die Zeitzone.

Links

Test des PD70x in der Macwelt
Übersicht zu Festplatten-Speichergeräten in der Foto-Community
Ausführlicher Vergleich zwischen PD70X, Nexto und Vosonic VP3320
Vergleich X's-Drive Pro VP3310 gegen CompactDrive PD7x
Kaufberatung für Fotospeicher
Erfahrungsbericht CP200 von Daniel & Pamela

Alle Angaben (insbesondere Preise) ohne Gewähr. Stand: April 2007.

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