Mehr eine Urlaubsvorbereitung (Training, neuen Gepäck-Rucksack ausprobieren) als ein echter Urlaub war die kurze Sommertour von Hattingen nach Uelzen. Zunächst fuhr ich die Ruhr entlang bis zur Möhnemündung in Arnsberg-Neheim, wo ich mich mit Sasa traf, mit dem es im August 2006 nach Korea und Guam ging. Am Möhnesee besprachen wir Urlaubsdetails und danach fuhren wir gemeinsam zu ihm nach Paderborn. Von dort hatte ich dann noch zwei Tage nach Uelzen, wo Liegeradhändler Jan Cordes meinem Flux S600 eine schöne (und teure) neue Gabel verpasst hat.

Zur Navigation habe ich die Aldi-Fahrradkarten verwendet. Darauf sind viele für Autos gesperrte Wege eingezeichnet, die ich (neben möglichst verkehrsarmen Straßen) auch benutzt habe. Dadurch hat sich mein Bild von Deutschland etwas geändert, es gibt (zumindest in Niedersachsen) reichlich Wald und darin sehr schöne Wege. Einige dieser Wege waren nichtmal in einer Wanderkarte der Region Uelzen eingezeichnet Smile Ein Nachteil der Aldi-Karten ist, dass sie nicht immer genau sind, was mir einige Umwege bescherte.



Gut gepackt ging es zu Hause los. Die kleinen Schaumstoffmatten an den Pedalen zum Abhalten des Fahrtwindes sind im Sommer eigentlich überflüssig, aber ich bin zu faul, sie abzumachen. Und der nächste Winter kommt bestimmt.



Mein "Haussee", der Kemnader See in Bochum.



Entlang der Ruhr durfte ich viel Grün genießen. Und das Wetter war besser, als es auf dem Foto aussieht. Immer wieder ein paar Tropfen Regen, aber so wenig, dass es gut ohne Regenkleidung ging.



Lästig: Kurz vor Wetter geht der Ruhr-Radweg unter einer Eisenbahnlinie her. Immerhin gab es Rampen, sodass ich das schwer bepackte Fahrrad schieben konnte.



Rechts soll man, links muss man.



S-Bahn über dem Harkortsee bei Wetter.



Blick über den Harkortsee.



Deutliche Warnung vor eigentlich ziemlich harmlosen (weil im rechten Winkel zu querenden) Geleisen. Vielleicht am Wochenende sinnvoll, wenn es richtig voll ist.



Blick über den Hengsteysee.



Vier von "sieben Zeichen an der Ruhr, die dem Wasser, der Erde, der Luft, dem Tag und der Nacht und all den Dingen die dazwischen liegen" zugetan sind. An Schoofs Brücke im Bereich Dortmund-Süd/Schwerte.



Sonnenuntergang an Schoofs Brücke.



Kurz vor der Ruhrbrücke an der Möhnemündung.



Sasa in der Nacht.



Möhnesee-Panorama, von der (empfehlenswerten) Jugendherberge Möhnesee aus gesehen.



Mit seinem neuen Telezoom entgeht Sasa nichts.



Die rund 40 Meter hohe Sperrmauer des Möhnesees. Man muss kein Ingenieur zu sein, um sich vorzustellen, welche gewaltigen Kräfte auf die Mauer einwirken - auf der anderen Seite steht das Wasser nur rund zwei Meter unter der Kante.



Mein Flux S600 auf der Möhnesee-Sperrmauer. Etwas mulmig war mir schon, das schöne Fahrrad so nah an die Kante zu stellen, aber was tut man nicht alles für ein Foto.



Sasa konzentriert bei der Lenkerjustage.



Unser Zimmer in der Jugendherberge Möhnesee.



In Richtung Paderborn ging es 16km auf einer ehemaligen Bahnstrecke - inklusive früherem Bahnhof in Sichtigvor.



Komische Straßennamen haben sie zwischen Soest und Paderborn.



Schön giftig: Der Fingerhut.



Praktisch: Haltegriffe für Radfahrer an einigen Ampeln in Paderborn (Detmolder Straße). So musste ich nicht die Schuhe ausklicken.



Wer ins Krankhaus muss, hat in Bad Lippspringe die Qual der Wahl.



Ist das jetzt gut oder nicht? (Zwischen Schlangen und Kohlstädt).



Der Radweg in der Nähe der (für Radfahrer gesperrten) B1 nach Horn-Bad Meinberg ist idyllisch, aber zum schnellen Fahren nicht geeignet.



Hier kommt das Paderborner (Weizen)brot her.



Frieren musste man in Blomberg nicht.




Keine Überraschung: Im Hameln dreht sich alles um Ratten und Rattenfänger. Als Liegerad/tte bin ich lieber schnell durchgefahren.



Mangels Campingplatz suchte ich mir ein lauschiges Plätzchen im Wald bei Bad Münder.




Der Weg ins flache Südniedersachsen führte über einen (Gebirgs-)Pass.



"Manueller Automat" für Kartoffeln und Eier.



Liegerad mit Propeller und Gleitschirm - auch so kann man reisen.



Vier Kilometer Kopfsteinpflaster schnurgeradeaus - und ich dachte, das gibt es nur in der Ex-DDR.



Mit feinem Schotter an der Seite hat man viele Waldwege für Fahrräder befahrbar gemacht.



Endlich wieder festen Boden unter den Reifen.



Wer wohl dieser Hotte-Lotte gewesen sein mag? (In Lutterloh).



Gut zwei Stunden vor der Ankunft in Uelzen gab es eine "kleine" Stärkung.



In der Kachelabteilung des Restaurants konnte man die Wirkung des Zielwassers ausprobieren.




Hier wohnt offenbar ein Eisenbahn-Freak. Das ganze Haus ist mit alten Teilen der Bahn geschmückt.



Das Ende der Zivilisation? Nein, aber schon fast. Wegweiser in ein Dorf (Niebeck), das aus vier Häusern besteht (ich habe allerdings nur zwei gesehen). Noch kleiner, nämlich faustgroß, sind die Wegweiser in Niebeck selbst.



Was dann folgte, waren knapp drei Kilomter übles Kopfsteinpflaster nach Bargfeld. Für ein gut gefedertes Liegerad natürlich kein Problem.



Hier durfte musste ich kurz "Super Mario" spielen. Nur gutes Timing garantiert eine trockene Durchfahrt.



Sand mögen Liegeräder gar nicht. Die kleinen Räder sinken schnell ein. Auf dem Gras neben dem Weg konnte ich das S600 aber ohne Schwierigkeiten fahren.



In Uelzen hat mir Liegeradhändler Jan Cordes eine neue Gabel von Meks in mein Flux S600 eingebaut. Die federt besser als die bisherige von Sync. Ich fühle mich nun schon fast wie auf einer Sänfte :-)



Für die Rückfahrt im Zug hatte ich Lenker und Sitz abgeschraubt und das Flux S600 in Folie gewickelt - so hätte ich keine Probleme bekommen, falls alle Fahrradplätze im IC reserviert gewesen wären. Natürlich waren reichlich Plätze frei, sodass ich mir die Mühe hätte sparen können. Immerhin habe ich auf diese Weise ein paar Euro für die Fahrradkarte gespart.

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