Bereits zum achten Mal fand das Liegerad-Ostertreffen (Paastreffen) in den Niederlanden statt, diesmal feierte es mit 101 Teilnehmern einen neuen Rekord. Da praktisch nur Holländer (und einige flämische Belgier) dabei waren, war ich der einzige Ausländer, der eine andere Muttersprache spricht. Mit Händen und Füßen (und einigen Brocken Niederländisch) klappte die Verständigung ganz gut, außerdem gab es ja noch englisch und bekanntermaßen verstehen viele Holländer deutsch.
Da ich die drei Tage vor dem Treffen mit meiner Freundin in Harderwijk (am Ijsselmeer) verbracht habe, hatte ich am Freitag vor Ostern nur etwa 40 km Anfahrt. Eigentlich hatte ich mich mit Anton und Robert in Nunspeet verabredet, um etwa 30 km zusammen anzureisen, aber die beiden hatten ihre Pläne kurzfristig geändert und die E-Mail erreichte mich nicht mehr. So bin ich alleine in Richtung Harskamp gestartet.
Ganz am Ende diese Seite biete ich die gesamte Bildersammlung und eine Datei für Google Earth zum Download an.
Auf gut ausgebauten Radwegen kam ich problemlos und zügig voran
Gut 5 km vor dem Campingplatz bin ich auf zwei Radfahrer (ein Renn- und ein Liegerad)
gestoßen, die mal kurz beim Treffen vorbeischauen wollten. Die beiden hatten eine
schöne Strecke durch den Wald geplant, sodass wir die verkehrsreiche (und zum Teil
für Radfahrer gesperrte) Nationalstraße 310 vermieden haben.
Im Gruppenbereich war reichlich Platz für alle Zelte, Fahrräder (und ein paar Autos).
Gar nicht langsam war Onde mit dem Kinderlieger unterwegs. Zusammen mit ihren Eltern
ist sie 40 km zum Treffen geradelt.
Das ist zwar der leichteste Wohnwagen Europas, aber mit 370 kg ist er immer noch
zu schwer für ein Fahrrad. Einige wenige Teilnehmer sind mit dem Auto gekommen, die
Liegeräder waren aber immer dabei.
Pfiffige Detail-Lösung: So kann man vom Sitz aus sehen, ob die Lampen leuchten, was gerade
am Tag praktisch ist.
Etwa zu zwölft fuhren wir abends rund 4 km zum Chinesen. Die anderen hatten entweder Kocher
dabei und haben sich auf dem Campingplatz etwas gemacht oder sind erst am folgenden Tag angekommen.
Wendy und Marcel, die beiden Haupt-Organisatoren des Treffens
Zwei von insgesamt fünf Versatiles. Sehr schicke Velomobile mit einigen
guten Detaillösungen, leider auch recht schwer und teuer.
Ein geöffnetes Versatile. Dank der großen Klappe kann man sehr schnell einsteigen. Auch
das Aussteigen ist deutlich einfacher als bei Quest, Mango und WAW.
An der Hinterradschwinge des Versatile kann man die Verwandschaft zum Alleweder gut erkennen.
(Das Alleweder war das erste kommerziell erhältlichem Velomobil, das immer noch – in
verbesserter Version – gebaut wird.)
Am Samstag gab es eine so genannte GPS-Tour (per Download aus dem Internet) mit recht
wenigen Teilnehmern, rund 60 Kilometer und recht zügig.
Auch hierbei ging es vorwiegend auf schmalen Radwegen (gerade breit genug für
die Velomobile) durch die Wald- und Heidelandschaft.
Die Greenmachine, ein Liegerad mit komplett im Rahmen laufender Kette. Selbst die
Rohloff-Nabenschaltung liegt im Inneren des Fahrrads (in der Hinterradschwinge)
Darf in Holland bei keiner Radtour fehlen: Kaffee- und Kuchenpause.
Zurück ging es streckenweise über offene Heidelandschaft.
Zusammen wurde dann das Essen – Nudeln mit Chili con Carne – gekocht.
Wendy mit Paastreffen-T-Shirt
Eet smakkelijk! (Guten Appetit!)
Lekker/Lecker: Dubbelvla zum Nachtisch. Nochmal danke dafür.
Kurz vor der großen Tour mit fast allen Teilnehmern, die Kinder schön als Osterhase (Paashaas) geschminkt.
Natürlich auch mit den Versatiles
Auch Velomobile waren reichlich vertreten
Harry Lieben (www.go-Mango.nl) mit seinem Mango
Fast perfektes Wetter und gute Laune!
Frank und seine Freundin mit dem Back-to-Back-Liegeradtandem
Zwei Thys-Ruderräder
Erwischt!
Am Abend wurde dann gemeinsam gegrillt und lecker gegessen. Die linke Hälfte dieses
Grills war aber streng für Vegetarier reserviert. Fleisch durfte dort keinesfalls
abgelegt werden. Insgesamt fand ich den Grillabend etwas gewöhnungsbedürftig, weil man
sich sein Fleisch selbst nehmen und grillen musste. Dadurch leidete das gemeinsame Essen,
weil man eben kaum zusammen gegessen hat. Es wäre besser gewesen, wenn zwei oder drei
Helfer gegrillt und man sich die fertigen Stücke geholt hätte.
Großen Spaß hatten Vater und Sohn mit ihren Kettwieseln (auf dem Treffen neben meinem Flux
die einzigen Liegeräder aus Deutschland).
Die Versatiles stehen bereit zur Abfahrt am Ostermontag.
Wendy und Marcel probieren das B2B-Tandem aus.
Ymte mit seinem selbst gebauten Quest (er ist der Hersteller..) und Kinderanhänger
Gemeinsame Heimfahrt mit Klaas, Frank und seiner Freundin in Richtung Emmerich.
Auf dem B2B-Tandem kann man auch ruhig mal die Augen zumachen.
Kurz vor Emmerich. Während Klaas mit seinem Quest noch mehr als 100 km nach Hause
radelte, habe ich für die letzten 130 km den Zug genommen.
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